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Was kostet eine Website im Monat? Laufende Kosten ehrlich aufgeschlüsselt

Domain, Hosting, Zertifikat, Wartung: was eine Website jeden Monat kostet, was ein Baukasten-Abo wirklich enthält und was in meinen 29 Euro steckt.

23. Oktober 20266 Min.
Was kostet eine Website im Monat? Laufende Kosten ehrlich aufgeschlüsselt
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Kurz gesagt: Eine kleine Firmenwebsite kostet im laufenden Betrieb meist zwischen ein paar Euro und rund 50 Euro im Monat. Entscheidend ist, was im Betrag steckt. Domain und Zertifikat sind billig oder kostenlos. Teuer wird die Arbeit: Updates, Backups, jemand, der antwortet. Bei mir kostet das 29 Euro im Monat, Hosting inklusive. Die Website gehört dir trotzdem.

Wenn Leute nach den Kosten einer Website fragen, meinen sie meistens den einmaligen Preis. Den habe ich in Was kostet eine Website? ausführlich aufgeschlüsselt. Dieser Artikel geht um den Teil, der danach kommt. Jeden Monat. Solange die Seite läuft.

Welche laufenden Kosten hat eine Website?

Es gibt fünf Posten. Manche zahlst du separat, manche stecken in einem Paket. Wichtig ist, dass du weißt, welcher welcher ist.

  • Domain: deine Adresse, also zum Beispiel deinbetrieb.de. Jährlich.
  • Hosting: der Server, auf dem die Seite liegt. Monatlich oder jährlich.
  • Zertifikat für HTTPS: das Schloss in der Adresszeile.
  • Wartung: Sicherheits-Updates, Backups, Fehler beheben.
  • Änderungen: neue Preise, neue Fotos, ein neuer Absatz.

Dazu kommen Extras, die nicht jede Seite braucht: E-Mail-Postfächer, ein Buchungssystem, die Pflege deines Google-Profils.

Was kostet eine Domain pro Jahr?

Weniger, als viele denken. Aber Vorsicht beim Lockangebot. Bei OVHcloud kostet eine .de-Domain zum Beispiel 1,06 Euro im ersten Jahr und danach 11,98 Euro pro Jahr, jeweils inklusive Mehrwertsteuer (Stand der Seite beim Abruf am 23.10.2026). Das Muster ist typisch: Das erste Jahr ist billig, die Verlängerung ist der echte Preis.

Achte darauf, auf wen die Domain läuft. Sie sollte dir gehören, nicht deiner Agentur und nicht deinem Baukasten-Anbieter. Bei mir kann sie auf dich laufen oder über mich. Ich rechne mit 10 bis 20 Euro im Jahr.

Muss ich für ein SSL-Zertifikat bezahlen?

In aller Regel nicht mehr. Let's Encrypt beschreibt sich selbst als freie, automatisierte und offene Zertifizierungsstelle. Solche Zertifikate werden automatisiert ausgestellt und erneuert, ohne dass dafür eine Gebühr anfällt.

Wenn dir jemand ein Zertifikat für eine kleine Firmenwebsite als teuren Extraposten verkauft, frag nach, was daran besonders ist. Für ein Café, einen Handwerksbetrieb oder eine Praxis gibt es dafür selten einen Grund.

Was kostet Hosting im Monat?

Reine Hosting-Tarife gibt es in jeder Preislage, die Spanne zwischen Anbietern ist groß. Eine Zahl nenne ich hier bewusst nicht, weil sie ohne konkreten Tarif nichts aussagt. Das eigentliche Problem ist ohnehin nicht der Preis. Das Problem ist, dass beim reinen Hosting niemand hinschaut. Der Server läuft. Ob deine Seite darauf noch funktioniert, prüft keiner.

Bei mir bekommst du keine separate Hosting-Rechnung. Das Hosting steckt in der monatlichen Pauschale. Mehr dazu weiter unten.

Was kostet ein Baukasten wie Wix im Monat?

Baukästen rechnen anders: ein Abo, in dem Hosting, Vorlagen und Editor stecken. Experte.de nennt für Wix diese Einstiegspreise pro Monat: Light ab 11,90 Euro, Core ab 23,80 Euro, Business ab 34,51 Euro. Die günstigen Preise gelten bei langer Laufzeit, monatliche Verträge sind laut dem Vergleich deutlich teurer.

Zwei Punkte aus demselben Vergleich, die gern übersehen werden:

  • Die Domain ist nur im ersten Jahr gratis. Danach zahlst du sie jährlich.
  • E-Mail-Postfächer sind nicht enthalten. Experte.de nennt rund 5 Euro pro Monat und Konto über Google Workspace.

Und der wichtigste Punkt steht in keinem Preisvergleich: Beim Baukasten mietest du die Seite. Kündigst du, ist sie weg. Warum mich das stört, habe ich in Warum Baukastensysteme kleinen Unternehmen langfristig schaden aufgeschrieben.

Was steckt in den 29 Euro im Monat bei mir?

Jedes meiner Pakete hat eine feste monatliche Pauschale von 29 Euro für Betrieb und Betreuung. Darin stecken:

  • Hosting. Keine zweite Rechnung von einem Hoster.
  • Sicherheits-Updates. Abhängigkeiten veralten. Ich halte sie aktuell.
  • Backups. Wenn etwas schiefgeht, gibt es einen Stand zum Zurückspielen.
  • Kleinere Anpassungen. Neue Öffnungszeiten, ein neuer Preis, ein ausgetauschtes Foto.
  • Ein Mensch, der antwortet. Werktags binnen 24 Stunden.

Was die 29 Euro nicht sind: Miete für die Website. Die gehört dir ab der Abnahme, samt Code. Die Pauschale bezahlt den Betrieb, nicht das Eigentum.

Optional gibt es zwei Zusätze. Die Pflege deines Google-Unternehmensprofils für 34 Euro im Monat: Profil aktuell halten, Bewertungen beantworten, Beiträge. Und die Betreuung eines Buchungssystems für 19 Euro im Monat, aber nur, wenn deine Seite eine Terminbuchung hat. Beides musst du nicht nehmen.

Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weise ich keine Umsatzsteuer aus. Die Beträge sind Endpreise.

Laufende Kosten im Vergleich

Die Tabelle stellt die Posten nebeneinander. Die Baukasten-Zahlen stammen aus dem Vergleich von experte.de, die Domain-Zahl von OVHcloud, meine Zahlen aus meinem Preisrechner.

Posten Selbst zusammengestellt Baukasten (Wix) Comole Digital
Domainz. B. 11,98 € / Jahr1. Jahr inklusive, danach extra10–20 € / Jahr
Hostingseparatim Aboin den 29 €
HTTPS-Zertifikatz. B. Let's Encrypt, gratisim Aboläuft über das Hosting
Updates und Backupsmachst du selbstmacht die Plattformin den 29 €
Änderungenmachst du selbstmachst du selbst im Editorkleinere in den 29 €
E-Mail-Postfachseparatca. 5 € / Monat und Kontovorher klären
Abo-Preis–ab 11,90 € / Monat (Light)29 € / Monat
Gehört dir die Seite?janein, Mieteja, ab Abnahme

Ehrlich gerechnet: Ein Baukasten ist im Monat oft günstiger als ich. Über fünf Jahre kostet das Starter-Paket bei mir 690 Euro einmalig plus 60 mal 29 Euro, also 2.430 Euro ohne Domain. Das sind im Schnitt 40,50 Euro im Monat. Ein Wix-Light-Abo liegt darunter. Was du für den Unterschied bekommst, ist eine individuell gebaute Seite, die dir gehört, und eine Person, die sich kümmert.

Was passiert, wenn ich keine Wartung bezahle?

Am ersten Tag nichts. Die Seite läuft weiter. Das Problem kommt schleichend. Software, auf der eine Website aufbaut, bekommt Sicherheitsupdates. Werden die nicht eingespielt, bleibt eine bekannte Lücke offen. Browser ändern sich. Ein Formular, das heute funktioniert, landet vielleicht irgendwann nicht mehr im Postfach. Und keiner merkt es, weil keiner hinschaut.

Bei WordPress-Seiten mit vielen Plugins ist das besonders spürbar, weil jedes Plugin eine eigene Update-Kette hat. Meine Seiten bauen auf Next.js ohne Plugin-Sammlung. Das macht die Wartung schlanker, aber nicht überflüssig.

Wenn eine alte Seite so lange ohne Pflege lief, dass ein Neuanfang günstiger ist als Reparieren, wird daraus ein Relaunch. Was der kostet, steht in Was kostet ein Website-Relaunch?.

Was kostet es, wenn ich die Website selbst pflege?

Geld vielleicht nichts. Zeit schon. Wer seine Seite selbst betreibt, muss Updates einspielen, Backups prüfen, das Formular ab und zu testen und reagieren, wenn etwas kaputtgeht. Das ist keine schwere Arbeit, aber sie passiert genau dann, wenn du eigentlich etwas anderes zu tun hast.

Für manche lohnt sich das trotzdem. Wenn du technisch fit bist und deine Seite sich selten ändert, ist Selbstpflege eine ehrliche Option. Rechne nur deine eigene Stunde mit ein, bevor du sagst, sie sei kostenlos.

Woran erkenne ich faire laufende Kosten?

  • Du weißt, was drinsteckt. Eine Pauschale ohne Leistungsbeschreibung ist ein Blankoscheck.
  • Die Domain läuft auf dich oder du kannst sie jederzeit übertragen lassen.
  • Du bekommst den Code. Sonst ist die Pauschale in Wahrheit eine Miete.
  • Änderungen haben eine Grenze, die du kennst. Was ist eine kleine Anpassung, was ein neues Projekt?
  • Es gibt eine Antwortzeit. "Wir melden uns" ist keine.

Häufige Fragen

Kann ich die Website auch ohne monatliche Betreuung bei dir haben?

Nein. Die Betreuung ist in jedem Paket fest dabei. Ich baue keine Seite, die nach der Übergabe niemand mehr anfasst. Die Seite selbst gehört dir trotzdem.

Kommen zu den 29 Euro noch Hosting-Kosten dazu?

Nein. Das Hosting steckt in der Pauschale. Separat zahlst du nur die Domain, wenn sie auf dich läuft, und die optionalen Zusätze, falls du sie wählst.

Sind E-Mail-Postfächer dabei?

Das klären wir vorher im Gespräch. Viele Betriebe haben ihr Postfach schon bei einem Anbieter und wollen es behalten. Das ist kein Problem.

Wie komme ich an einen genauen Preis?

Im Preisrechner stellst du Paket und Zusätze zusammen und siehst den Richtwert. Die Pakete im Detail stehen unter Webentwicklung. Verbindlich wird es im schriftlichen Angebot. Fragen? Schreib mir.

02Autor · Wer das geschrieben hat

Edilson Comole, Webentwickler aus Monheim am Rhein. Ich baue Websites für Läden, Gastronomie und Dienstleister - mit Next.js und React, ohne Baukasten.

Veröffentlicht am 23. Oktober 2026Verfügbar · Q4/26

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